Methoden? :: Hundeerziehung + Soziales

Methoden?

von P.H(YCH) am 11. Februar 2003 09:01

Tschau Antje

:Wenn man bereit ist, im Sportbereich Abstriche zu machen (z.B. in der
:Fährtenarbeit),

Wenn man ein bisschen mit System vorgeht, dem Hund einen unterschiedlich Ablauf zeigt, ihn unterschiedlich befestigt (Bötcher usw.), dann schnallt er sehr schnell, wann er was machen muss. Unser Fährtenweltmeister ist ein Diensthund.

Gruss P.H

von Elke R.(YCH) am 11. Februar 2003 09:18

: Aber es ging doch darum, wie ein Hund, der Probleme mit Artgenossen hat "behandelt" wurde.

Hallo Susanne

Und genau da liegt der Denkfehler. Es ging nicht darum daß der Hund Sozialverhalten lernt, sondern daß er begreift, egal was um ihn herum vorgeht - was der HF sagt gilt. Und das hat er nach den Schilderungen innerhalb von 15 Minuten begriffen.

Diensthundeausbildung geht meist mit einem gewissen Zeit- und Erfolgsdruck einher und es wird sicher nicht das Hauptaugenmerk darauf liegen, daß der Hund jetzt Sozialverhalten erlernt (sprich anhand meiner Erfahrungen glaube ich nicht, daß an dem Problem "der kann nicht gut mit anderen" in dieser Situation überhaupt gearbeitet wurde), sondern unter jeder Ablenkung neutral und im Gehorsam bleibt.

Wenn man privat ohne zeitlichen Druck arbeitet, kann und soll man das Problem natürlich anders angehen. Aber für den Diensthundeführer ist es schlichtweg gesagt egal, ob der Hund sozial verträglich ist - absolut im Gehorsam muß er stehen.

Liebe Grüße

Elke

von Antje(YCH) am 11. Februar 2003 09:17

Hallo P.H.,

mir ist halt aufgefallen, daß ein Hund, je länger er als Spezialhund arbeitetn (Rauschgift, Sprengstoff etc.), punktemäßig schlechter wird im Sportbereich. Habe einige betroffene Hundeführer darauf angesprochen und die haben mir das bestätigt. Die Burschen werden halt beim Suchen mit der Zeit immer cooler, selbstständiger, und das wird im Sportbereich manchmal mit Punktabzug bestraft. Auch das Springen über die Meterhürde ist so eine Sache. Der Diensthund lernt, z.B. auf Maschendraht etc. aufzusetzen, zu klettern, damit er mit allem besser zurecht kommt was ihm im Einsatz vor die Füße kommt. Dann machen er es bei der Meterhürde halt manchmal genau so...

Viele Grüße

Antje

von Boxer(YCH) am 11. Februar 2003 13:23

Hallo P.H.,

möchte nicht über Dich richten, nur sowie Du Dich hier angegriffen fühlst, kann ich mich gerne weiter aus dem Fenster legen.

Die Ausbildungsmethodiken sind ins Gerede gekommen. Zwang und die darausresultierende Zwangspirale ist nicht mehr zeitgemäß. Solche Hundeführer deines Schlages und Deiner Art kenne ich viele und Diskussionen erscheinen endlos.

Bei uns werden Diensthunde mit einem Beißkorb ausgebildet. Da ich Deine Nationalität nicht kenne, kenne ich auch nicht die entsprechende PO.

Wenn der Hund im Dienst eingesetzt wird, hat er bei passiven Personen zu verbellen. Manche nach alter klassischer Ausbildung die über Zwänge gearbeitet wurden, führen zu Schadensfällen. Also guter Sporthund ist nicht gleich guter Diensthund oder läuft bei Euch der Täter mit einem Hetzärmel weg um zu flüchten. Diese Diskussionen Hundeplatz und Diensthundausbildung ist über. Diensthund hat mit einem Hundeplatz, der festgeschriebene Vorgaben hat nicht zu tun oder tolleriert der Vorstand die zivile Beißarbeit. Würde mich wundern. Dann der nächste Punkt, vielleicht ist auch polizeiliches Gegenüber auf dem Platz oder schaut mal rein. Zeigst Du denen dann ganz offen wie toll Dein Diensthund ist.

Grüße

Boxer


von Boxer(YCH) am 11. Februar 2003 13:31

Hallo Antje,

die Fährtenarbeit ist nicht das Problem. Die Schutzdienstarbeit ist hier nicht mit dem dienstlichen Bereich im Einklang. Die Arbeit über Beutereize wie den Hetzärmel wird erlassmäßig bei uns im Lande nicht gewünscht.

Ich selber habe jetzt auch wieder einen Junghund in der Ausbildung und die Beutereize über den Hetzärmel stehen uns manchmal recht derbe im Weg. Wir arbeiten nun ausschließlich über den Beißkorb und der Helfer wird durch den Hund getrieben. Verbellen konditionieren wir ohne Hilfmittel wie einen Ärmel und dem durch Zwang herbeigeführten Meideverhalten. Wir erlernen dem Hund einen Abstand einzuhalten und bestätigen über einen Ersatz. Im Dienst wird er auch ohne Korb eingesetzt und dort soll er passive Personen stellen und verbellen.

Das ganze hat mit der Arbeit auf dem Hundeplatz wenig zu tun.

Grüße

Boxer

von Martin + Mirko(YCH) am 11. Februar 2003 13:34

Grüß Dich Boxer,

: ein Diensthund hat auf einem Hundeplatz nichts verloren.

Mit einem staatliche dienstauto darf ich auch keine privaten spaßfahrten machen. Das ist das eine. Das andere: Wenn der staat für diensthunde geld ausgibt, dann sollen sie optimal für den dienst ausgebildet werden. Was sie dann bei einer formalisierten prüfung erreichen, ist mir absolut und völlig wurscht.

Ich entsinne mich an eine prüfung, bei der ein hervorragender sprengstoffsuchund in der vollen sonne abliegen musste. Beim abrufen lief er dann am hf vorbei ins festzelt und legte sich in den schatten. Im sinne einer schadensvermeidung optimal. Die kommentare der umstehenden waren vernichtent: "der springt morgen in die spritze!" Ich habe dann mal zu fragen gewagt, ob man eine jahrelange ausbildung und leistung abschreibt, wegen des dämlichen abliegens in der prallen sonne.
Die blicke zeigten völliges unverständnis.
Dieser hund hat keinen gehorsam. basta.

Da halte ich die dienstinternen einsatznahen wettkämpfe für wesentlich sinnvoller als den formalisierten sportbetrieb.

tschüß Martin & Mirko







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