Hundewelpen über Hundewelpen, warum? :: Hundezucht & Hundeaufzucht

Hundewelpen über Hundewelpen, warum?

von Antje(YCH) am 20. Januar 2003 22:59

Hallo Kerstin,

: Ich denke, man hat es leichter, einem
: Welpen von Anfang an jadliches Verhalten nicht oder nur in der
: gewünschten Form zu erlauben, als einem leidenschaftlichen
: erwachsenen Jäger dieses Verhalten zu untersagen bzw. in die
: gewünschte Bahn zu lenken.

Naja, das sehe ich anders. Mir geht eher bei einem Jungspund "der Stift", so zwischen 5 und 8 Monaten. Dann hören sie noch nicht richtig, sehen aus wie große Hunde, die Triebe haben sich dann aber schon weitgehend entwickelt. In der Phase bin ich immer megavorsichtig, notfalls laufen sie ein paar Wochen an der Schleppleine.


: Ist dir wirklich noch niemals ein Fehler unterlaufen?

Fehler sind mir auch schon unterlaufen, aber es hätte nie zu einem Deckakt gereicht. Eine absolut raubzeugscharfe Hündin, die ich 5-jährig gekauft habe (5 Vorbesitzer), ist mir mal "ausgekommen" und in den Nachbarshof hinter einer Katze her. Ich allerdings in Schlappen in ca. 20 m Entfernung hinterher, ein Deckakt hätte da nie zustande kommen können. Die gleiche Hündin ist dann mal (übrigens in der Standhitze) 10 m entfernt auf einen Rüden los, da ist und konnte auch kein Deckakt zustandekommen. Dann ist mir mal eine Hündin beim reiten, als beide Ponys scheuten, weil uns zwei Rehe von links aus dem Dickicht in die Ponys gerannt sind, und ich ein kugelrundes hochtragendes Mountie mit einem 6-jährigen Kind drauf einfangen mußte, welches steil bergab galoppierte, ca. 300 m hinter den Rehen hergesetzt, erst dann konnte ich an den Hund denken und rufen, welcher dann auch kam(ist jetzt ca. 15 Jahre her), aber auch hier hätte in der Zeit kein Deckakt stattfinden können. Und dann erinnere ich mich, wie mir eine junge Jagdhündin mal ein Stück hinter einem Hasen hergesetzt ist, auch beim Reiten, das Pferd war aber schneller, ich dem Hund ca. 500 m lang im Nacken, allerdings ist sie das letzte Stück aber nicht mehr wegen dem Hasen gelaufen, sondern wegen mir...; auch keine Gelegenheit für einen Deckakt. Du siehst, ich bin nicht unfehlbar, nur sind die Möglichkeiten für einen ungewollten Deckakt schon ziemlich gering, wenn man halbwegs ein Auge auf seine Hündin hat. Und wenn es wirklich mal zum Fall der Fälle kommen sollte, als absolute Ausnahme, kann man die Hündin auch erst zu diesem Zeitpunkt kastrieren lassen und nicht propylaktisch (weil's vielleicht mal passieren könnte...), wobei ich die Möglichkeit einer Hormonspritze vorziehen würde, die "Nebenwirkungen" bei einer Kastration können weitaus drastischer sein.

Viele Grüße

Antje

von Antje(YCH) am 20. Januar 2003 23:49

Hallo Nica,

nur mal als Beispiel: Wenn Du eine heute 6-jährige Hündin hättest, die seit nunmehr 5 Jahren pro Monat für über 400 DM Medikamente benötigt, die sich bei Hitez nicht auf den Badezimmerfliesen abkühlen und nicht schwimmen darf, die bei Kälte und Regenwetter keine längeren Spaziergänge mehr machen darf, deren Herz und Leber durch den täglichen Medikamentencocktail geschädigt wurden, würdest Du Deine nächste Hündin auch wieder kastrieren lassen???

Betreffende Hündin hat noch Glück gehabt, ich kannte auch welche, bei denen keine Medikamente mehr geholfen haben und die eingeschläfert wurden, und ich kenne auch Hundebesitzer, die sich eine solch aufwendige Behandlung ihres Hundes auf Dauer schlichtweg gar nicht leisten könnten...

Viele Grüße

Antje


von nica(YCH) am 21. Januar 2003 06:18

: Hallo Nica,
:
: nur mal als Beispiel: Wenn Du eine heute 6-jährige Hündin hättest, die seit nunmehr 5 Jahren pro Monat für über 400 DM Medikamente benötigt, die sich bei Hitez nicht auf den Badezimmerfliesen abkühlen und nicht schwimmen darf, d

liebe antje, wenn du einen autounfall gehabt hättest, bei dem ein kind gestorben wäre, du schwer verletzt worden wärest, würdest du dann wieder autofahren? wohl eher nicht oder? genauso würde ich auch auch meine hündin nicht kastrieren lassen wenn sie diese sachen hätte wie die von dir erwähnte hündin oben. aber diese was wäre wenn spiele kann man mit allen durchspielen. irgendwie hinkt das ganze! ich mag mich zum thema kastration auch nicht mehr äussern. ich bin nach wie vor davon überzeugt. und wenn das ganze so schlimm ist für die tiere, warum werden dann in den schweizer tierheimen die hunde und katzen nur kastriert abgegeben? sind das alles trottel die da arbeiten, oder gar tierquäler?

von nica(YCH) am 21. Januar 2003 06:21

:
:
: Und auch mal die andere Seite: Ich kenne genügend Hunde, denen leider ihre Papiere auch nichts gebracht haben! Wie Kathi schon schrieb, es geht hier um Verantwortung und es geht auch darum, welchen Stellenwert der Hund bei der Spezies Mensch hat und vielerlei kommt es mir so vor, als wäre ein Hund ein Wegwerfartikel und teilweise leider auch Prestigeobjekt, dann aber eben nur für kurze Zeit und wo landet der, nachdem er 3 Mal vermittelt wurde, um wenigstens noch ein wenig Kohle zu bekommen? Im Tierheim, Du wirst es nicht glauben!
:
:
: Viele Grüße
: Bianca
liebe bianca, klar ist, der mensch ist das brutalste tier. wo noch profit gemacht werden kann wird der gemacht. man weiss ja aus den ostblockländern wie da die hunde vermehrt werden und dann so mit 4 wochen verkauft werden. es ist so schlimm das alles. der mensch ist auch die einzige spezisis die aus lust am töten tötet und die die eigenen kinder vergewaltigtigt.manchmal schäme ich mich, ein mensch zu sein.
du hast recht, klar werden hunde " gezüchtet" wegen der kohle. meiner meinung nach sollten zuerst die hunde " aufgebraucht" werden die es jetzt noch hat, ehe neue produziert werden. aber dass das nicht geht, weiss ich auch.

von Antje(YCH) am 21. Januar 2003 06:49

Liebe Nica,

: liebe antje, wenn du einen autounfall gehabt hättest, bei dem ein
: kind gestorben wäre, du schwer verletzt worden wärest, würdest du
: dann wieder autofahren?

Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. Den Tod eines Kindes in der Wertigkeit gleichsetzen mit einem ungeplanten Wurf Welpen?????


: und wenn das ganze so schlimm ist für die tiere, warum werden dann in
: den schweizer tierheimen die hunde und katzen nur kastriert
: abgegeben? sind das alles trottel die da arbeiten, oder gar
: tierquäler?

In Bezug auf die Hunde frage ich mich das auch!!! Ginge es lediglich um Geburtenkontrolle, könnte man auch Ei- bzw. Samenleiter durchtrennen und gut wär's, der Hund wäre weiterhin biologisch intakt. ABER DANN HAT MAN JA WEITERHIN DIE SAUEREI AUF DEM GUTEN TEPPICH WENN DIE HÜNDIN HEISS IST UND DEN RÜDEN MUSS MAN ERZIEHEN, DAMIT ER AUCH IN GEGENWART HEISSER HÜNDINNEN HÄNDELBAR IST !!! Katzenhaltung ist ein ganz anderes Thema, hier frage ich mich sowieso, wie weit das noch pervertiert wird (bin ein Gegner der reinen Wohnungshaltung bei Katzen).

Für mich ist die Situation schitzophren: Amputation völlig intakter Körperteile aus Bequemlichkeit der Halter (= Kastration) wird gut geheißen, Amputation völlig intakter Körperteile weil's der Halter "schöner" findet (= Kupieren) ist völlig verwerflich. Wobei ich noch nie erlebt habe, daß ein Hund wegen einer ordnungsgemäß amputierten Rute eingeschläfert werden mußte, Hündinnen die aufgrund unheilbarer Harninkontinenz als Kastrationsfolge eingeschläfert werden mußten kannte ich gleich mehrere...

Viele Grüße

Antje

von Antje(YCH) am 21. Januar 2003 06:54

Hall Nica,

: : liebe antje, wenn du einen autounfall gehabt hättest, bei dem ein
: : kind gestorben wäre, du schwer verletzt worden wärest, würdest du
: : dann wieder autofahren?
:
: Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. Den Tod eines Kindes in der Wertigkeit gleichsetzen mit einem ungeplanten Wurf Welpen?????

Sorry, ich Depp, war noch nicht so ganz wach. Erst Lesen, dann Denken, dann Shcreiben... ;-) Du vergleichst natürlich den Tod des Hundes (Einschläfern wegen Harnträufeln nach Kastration) mit dem beim Autounfall verstorbenen Kind, nicht mit dem ungeplanten Wurf... ;-)))

Aber auch das sind für mich Äpfel und Birnen. Bei der Kastration gehe ich das Gesundheitsrisiko für meine Hündin ganz bewußt ein. Bei manchen Rassen träufeln nach statistischen Angaben diverser Tierkliniken 7 bis 8 von 10 Hündinnen.Inzwischen gibt es auch Tierärzte, die ohne medizinische Indikation nicht mehr kastrieren. Das Umdenken erfolgt langsam, aber stetig, und das muß ja wohl seine Gründe haben...

Viele Grüße

Antje

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