Agility is Fun, aber nicht mit Teletakt! :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Agility is Fun, aber nicht mit Teletakt!

von Merlino(YCH) am 18. August 2000 11:51

hallo, Antje!

danke für deine lange Antwort!

ich kenne etliche Leute, die mit TT arbeiten, in allen möglichen Bereichen.
Nur EINEM traue ich die nötige Kompetenz zu!
die allermeisten benutzen es nur aus Bequemlichkeit, da gibt es noch nicht mal eine klare Rangordnung.

und gerade im Bereich Hundesport ist MIR noch nicht ein Grund klar, warum ich NUR mit dem TT Erfolg haben kann und mit nichts anderem.

Gruß
Merlino

von Antje(YCH) am 18. August 2000 11:49

Hallo Matthias,

wußte doch, daß mir der Artikel bekannt vorkam... Schön, daß Du die Homepage hier angegeben hast, bei diesem Namen (mit den ganzen Nummern und so) findet man die nämlich nur, wenn man sie kennt, oder aber über Links von diversen Schäferhund-Seiten. Interessieren sich vielleicht noch einige andere hier dafür.

Viele Grüße

Antje

von Antje(YCH) am 18. August 2000 11:59

Hallo Merlino,

: ich kenne etliche Leute, die mit TT arbeiten, in allen möglichen Bereichen.
: Nur EINEM traue ich die nötige Kompetenz zu!

Stimmt, die wirklichen "Könner" sind nicht allzu weit verbreitet. Da aber trotzdem etliche Hudnerttausend Geräte in unserem land im Einsatz sind halte ich Schulung besser als Ächtung (und damit Verdrängung in den Untergrund), denn diese Situation haben wir ja bereits, ohne daß zu 99% etwas Befriedigendes dabei herauskommt.


: und gerade im Bereich Hundesport ist MIR noch nicht ein Grund klar, warum ich NUR mit dem TT Erfolg haben kann und mit nichts anderem.

Das ist mir auch nicht klar, das E-Gerät kann (muß nicht zwangsläufig) ein kleiner Teil der Möglichkeiten sein, die einem zur Verfügung stehen. In wenigen Situationen kann die richtige Anwendung des Gerätes für einen Hund sogar besser sein als alle anderen Alternativen, aber die sollten ausgeschöpft sein und das Gerät dann nur von jemandem angewendet werden, der den Umgang damit wirklich beherrscht.

Schönes Wochenende,

Antje


von Merlino(YCH) am 18. August 2000 12:29

Hallo, Sören!


..Diese Leute kann man allerhöchstens bei der Wettkampfleitung anzeigen, wegen Verstoß gegen die Bestimmungen des VDH. Dann wird Aussage gegen Aussage stehen... der Erfolg einer solchen Aktion ist auch mehr als zweifelhaft... Solche Fälle werden auch eher so nebenbei mal verfolgt, und den hochdekorierten und erfogreichen Sportlern schaut man sowieso ungern auf die Finger...

ich finde, daß es dann eine mordmäßige Schweinerei ist.
und für seine Aussage kann man auch Beweise sammeln.

aber trotzdem bleibt eben das Problem, daß auch etliche "Offizielle" das TT einsetzen. deswegenmachen die sich natürlich auch nicht dagegen stark.

Mein Kleiner war in der Pubertät einfach nur ein Monster. es lief alles schief! ich war total am Verzweifeln. natürlich bekam ich ständig den Rat, das TT einzusetzen, und ich gestehe, die Versuchung war da.
ich hab mich aber auf den Hosenboden gesetzt und viele, viele Nächte im "Urschleim" der Kynologie gewühlt. seitdem hab ich im Bücherregal 2,5 m Hundebücher stehen.
und siehe da, mein Kleiner ist ein Superhund geworden. Nicht perfekt, aber seine kleinen Macken hab ich im Griff. er ist erfolgreich im Agility gewesen und mittlerweile geprüfter Rettungshund. er ist Kindergartenbesucher und sozial mit allen Lebewesen sehr verträglich.

und ich kenne Hunde, deren Halter es ähnlich gemacht haben.

gibt es wirklich Situationen, mit Ausnahme der kaum resozialisierbaren Raufer, wo man nicht auch mit anderen Mitteln zum Erfolg kommen kann?


und daher denke ich, daß ein TT nur in die Hände ganz, ganz weniger Fachleute nach vorheriger Qualifikation gehört. für alle anderen sollte es verboten werden und geächtet.

Gruß
Merlino

PS: ich habs schon gespürt und fand es ekelhaft, genauso ekelhaft, wie meine Hunde es finden, wenn sie in einen elektrischen Weidezaun geraten.
und ich hab schon gesehen, wie Hunde sich durch den Stromstoß des TT überschlagen haben, und das soll keine Tierquälerei sein?

von Sören(YCH) am 18. August 2000 16:13

Hallo Merlino

: Mein Kleiner war in der Pubertät einfach nur ein Monster. es lief alles schief! ich war total am Verzweifeln. natürlich bekam ich ständig den Rat, das TT einzusetzen, und ich gestehe, die Versuchung war da.
: ich hab mich aber auf den Hosenboden gesetzt und viele, viele Nächte im "Urschleim" der Kynologie gewühlt. seitdem hab ich im Bücherregal 2,5 m Hundebücher stehen.
: und siehe da, mein Kleiner ist ein Superhund geworden. Nicht perfekt, aber seine kleinen Macken hab ich im Griff. er ist erfolgreich im Agility gewesen und mittlerweile geprüfter Rettungshund. er ist Kindergartenbesucher und sozial mit allen Lebewesen sehr verträglich.

Ich denke das steht auf einem anderen Blatt. Das Ausgangsthema war TT und Agility, also Hundesport. Das was Du jetzt beschreibst ist der Grundgehorsam / die Grunderziehung um "Hausgebrauch". Es freut mich natürlich das Du es mit Deinem Hund geschafft hast und ich streite auch nicht ab das man die meisten Hunde ohne Ausbildungshilfsmittel (TT, Halti, Stachel, Gentle Dog, etc.) erziehen kann, zumindest Theoretisch. Praktisch sind einige Hundebesitzer dazu einfach nicht in der Lage, ob nun vom körperlichen, geistigen oder zeitlichen Aspekt heraus. Aber soll man diesen Leuten die Hundehaltung verbieten oder den Hund wegnehmen?? Oder sollte man ihnen nahelegen UNTER KOMPETENTER ANLEITUNG ein Ausbildungshilfsmittel (gleich welches) zu benutzen und damit möglichst schnell ein Problem zu beseitigen? Ich will das hier nicht beantworten und ich denke das kann man pauschal auch nicht. Also wäre es besser, da diese Diskussion langsam zu einer Grundsatzdiskussion pro/contra TT ausartet, wir lassen es....

: gibt es wirklich Situationen, mit Ausnahme der kaum resozialisierbaren Raufer, wo man nicht auch mit anderen Mitteln zum Erfolg kommen kann?

Im Alltag denke ich schon. Im Sport gibt es, wenn man technische Perfektion erreichen will bei den teilweise sehr triebstarken Hunden manchmal keine andere Möglichkeit, da man mit nichts anderem so klar und differenziert einwirken kann. Hier wird aber mit niedrigster Spannung gearbeitet, auf der menschlichen Haut kaum zu spüren und weder für Mensch noch Hund in irgend einer Form schmerzhaft, also ist auch der Tatbestand der Tierquälerei nicht erfüllt. Da ist ein Gentle-Dog viel schmerzhafter....

: und daher denke ich, daß ein TT nur in die Hände ganz, ganz weniger Fachleute nach vorheriger Qualifikation gehört. für alle anderen sollte es verboten werden und geächtet.

Beim ersten Teil gebe ich Dir recht. Aber wie willst Du den anderen Teil durchsetzen??? Entweder man ächtet es, dann wird es auch nicht benutzt, egal von wem. Oder man reglementiert sehr streng und bietet Kurse für qualifizierte Leute (die schon jahrelang Hundesport / Ausbildung machen) an, die den Gebrauch eines solchen Gerätes erlernen. Mit allem was dazu gehört (Lernverhalten, Triebverhalten, etc.). Dazu noch ein gepfefferter Abschlußtest und die Pflicht jedes Jahr eine Fortbildung zu besuchen. Sollte nun jemand der nicht qualifiziert ist ein TT benutzen, dann sollte er auch vom Verband entsprechend bestraft und ggf. ausgeschlossen werden. So arbeiten momentan alle in einer Grauzone, und alle schauen weg...

: PS: ich habs schon gespürt und fand es ekelhaft, genauso ekelhaft, wie meine Hunde es finden, wenn sie in einen elektrischen Weidezaun geraten.
: und ich hab schon gesehen, wie Hunde sich durch den Stromstoß des TT überschlagen haben, und das soll keine Tierquälerei sein?

Ich weiß ja nicht wieviele Jahre das Gerät von Dir getestete Gerät auf dem Buckel hatte, aber mit solchen "Vorkriegsmodellen" arbeitet heute keiner mehr. Die Spannung von einem Weidezaun wird nicht mal auf höchster Stufe erreicht. Das TT im Sport verursacht nur ein leichtes Kribbeln, das wird von den Hunden meistens nicht mal als unangenehm empfunden , sondern nur als eine leichte Berührung. Wenn ein Hund unter einem Stromstoß jaulend zusammensinkt oder "sich überschlägt" dann ist das natürlich Tierquälerei und gehört angezeigt. Aber darüber sind sich hier (hoffentlich) alle im Klaren, und von solcher Art der "Ausbildung" war auch hier nie die Rede!!!!

Viele Grüße

Sören

von Annette(YCH) am 18. August 2000 17:03

Hallo Mathias

da hier ja immer wieder auf den ach so sachkundigen und verantwortungsvollen Einsatz des Teletakts hingewiesen wird, schau Dir doch mal bitte an, was das wirklich für Leute sind, die zu so was greifen:
Bericht eines Jagdhund-Ausbilders: dank TT endlich keine monatelange Drescherei mehr, endlich konnte er seine Korallen und Gerten wegschmeißen, selbst Zwangsapport funktioniert mit TT reibungslos!
Ein Hoch auf die Technik!

Grüße

Annette




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